justiziaEin schönes Beispiel dafür, wie Zeugen sich bitte auf keinen Fall verhalten sollten, wenn sie glaubwürdig erscheinen wollen, haben wir in einer Entscheidung des Landgerichts Köln aus dem Jahr 2009 (Urt. v. 04.11.09, 28 O 876/08) gefunden. In der Sache ging es darum, dass ein Urheber Schadenserssatzansprüche wegen der ungenehmigten Nutzung einer Flashpräsentation geltend machte. Der Beklagte versuchte durch Zeugen zu belegen, dass ihm die erforderlichen Rechte sehr wohl eingeräumt worden waren. Leider ging der Schuss bei der Beweiswürdigung durch das Gericht mächtig nach hinten los:

»Dass die Zeugen emotional und wegen ihrer Rechtsauffassungen vorbelastet waren wurde bei beiden Zeugen dadurch deutlich, dass sie immer wieder zielgerichtet das unberechtigte Vorgehen des Klägers und sein Verhalten während ihrer Befragung durch die Kammer monierten, ohne dass die Kammer hiernach konkret gefragt hätte. Beide Zeugen sprachen immer wieder mitten in ihren Aussagen plötzlich und unverhofft den Kläger direkt darauf an, "warum er dies täte". In ihren Aussagen sprachen sie auch z. B. von "Frechheit" und "ich sitze hier als Angeklagter". Dabei wurde ihre Sprache lauter und emotionaler und ihre Aussage immer erregter. Diese Auffälligkeiten in der Sprachwahl und dem Aussageverhalten der Zeugen verdeutlichte sich für die Kammer nochmals in der Körperhaltung der Zeugen. Sie hielten die Arme während ihrer Aussagen vor der Brust gekreuzt, wobei der Zeuge T2 diese Körperhaltung seine gesamte knapp einstündige Aussage lang einnahm

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