lg augsburgNach der Auffassung des Landgerichts Augsburg muss Google eine schlechte Bewertung für die Praxis eines Augsburger Zahnarztes nicht löschen (LG Augsburg, Urt. v. 18.08.17, 22 O 560/17). Das berichtet die Verbraucherzentrale Bayern auf ihrer Website.

Der Zahnarzt hatte Google verklagt, weil er sich durch eine Bewertung seiner Praxis mit nur einem von fünf möglichen Sternen ungerecht behandelt fühlte. Die Klage wurde abgewiesen, weil eine Bewertung mit einem Stern ohne Text eine Meinungsäußerung darstellt, die das Persönlichkeitsrecht des Arztes nicht verletzen soll. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, offenbar auch noch nicht veröffentlicht und im Ergebnis wohl zudem falsch.

Bislang nicht gesichert ist, ob der klagende Arzt sich darauf berufen hat, der Rezensent sei gar nicht Patient gewesen. Darauf deutet allerdings ein Bericht des Radiosenders Antenne Bayern hin. Falls es sich so verhalten hat, dürfte die Entscheidung nicht in Übereinklang mit der Auffassung des Bundesgerichtshofs zu bringen sein (BGH, Urt. v. 01.03.16, VI ZR 34/15 – Ärztebewertungsplattform). Es bleibt zu hoffen, dass der betroffene Zahnarzt Berufung gegen das Urteil eingelegt hat.

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