nummernvergabe

§ 66 TKG bestimmt in erfrischend klarer Form:

»Die Bundesnetzagentur nimmt die Aufgaben der Nummerierung wahr. Ihr obliegt insbesondere die Strukturierung und Ausgestaltung des Nummernraumes mit dem Ziel, den Anforderungen von Endnutzern, Betreibern von Telekommunikationsnetzen und Anbietern von Telekommunikationsdiensten zu genügen.«

§ 3 Ziff. 13 TKG beschreibt ergänzend, dass »Nummern« Zeichenfolgen sind, »die in Telekommunikationsnetzen Zwecken der Adressierung dienen«.

Feine Sache haben wir uns 1997 gedacht. Dann beantragen wir doch einmal so eine neumodische »IP-Nummer«. Leider haben wir die Rechnung damals ohne die Behörde (damals war noch das Bundesministerium für Post und Telekommunikation zuständig) gemacht. Hoch offiziell wurde uns auf unsere – zugegeben: nicht ganz ernst gemeinte Anfrage – mitgeteilt, dass das »DE-NIC« zuständig sei. Das Internet entwickle sich nämlich »bislang weitestgehend ohne staatliche Reglementierung«. Eine gesetzliche Grundlage dafür, dass eine private Institution ausgerechnet für die Zuteilung von Domains – also »Zeichenfolgen, die in Telekommunikationsnetzen Zwecken der Adressierung dienen« –  zuständig sein soll, fehlt bis heute. Warum eigentlich?

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