Nach der CoronaSchVO bleibt der Betrieb eines Abholdienstes erlaubt. Was darunter zu verstehen ist, erscheint auf den ersten Blick fraglich. Denkbar ist ja, dass eine »Abholdienst« im Sinn der Verordnung eine Dienstleistung ist, bei der beim Kunden Waren oder sonstige Gegenstände (Sperrmüll, Kleiderspenden etc.) abgeholt werden.

Nach dem Bußgeldkatalog soll allerdings ein »Verstoß gegen den Grundsatz der kontaktlosen Abholung bestellter Waren« mit einer Buße von 500,00 € geahndet werden. Es geht also um die »Abholung bestellter Waren«, die nur kontaktfrei erfolgen darf. Bestellte Waren werden vom Kunden abgeholt, nicht vom Unternehmer. Mit »Abholdienst« ist deshalb ein Angebot gemeint, bei dem der Kunde an einer Abholstelle vorbestellte Waren in Empfang nehmen kann.