Ja. Die neuen Regeln sehen lediglich vor, dass das Mietverhältnis vom Vermieter wegen eines Zahlungsrückstands nicht gekündigt werden kann. Bislang war es so, dass beie einem Mietrückstand von mindestens zwei Monaten eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden konnte. Wer jetzt seine Miete nicht mehr zahlt, weil ihm schlicht das Geld dafür fehlt, muss bis zum 30. Juni 2020 eine Kündigung nicht befürchten.

Der Vermieter behält aber seinen Anspuch auf den Mietzins. Das bedeutet, dass er rückständige Miete einklagen kann, wenn sie nicht pünktlich gezahlt wird. Der Mieter muss dann zusätzlich zur Miete auch Verzugszinsen zahlen.

Die nachfolgenden Antworten beziehen sich auf den zuletzt veröffentlichten Gesetzentwurf. Das Gesetz ist bislang noch nicht in Kraft getreten!